REINIGUNGSGESELLSCHAFT

Einmal Stadt und zurück

Einmal Stadt und zurück – Wünsche der Stadtbewohner?

Ausstellung – Bibliothek auf dem Sulzerareal

REINIGUNGSGESELLSCHAFT thematisiert dynamische Entwicklungen urbaner Lebensräume und die damit einhergehenden Veränderungen. Dabei wird die Stadt als gesellschaftlicher Handlungsraum definiert und die Formen der Selbstbestimmung und Teilhabe werden in den Mittelpunkt gestellt. In Projekten der RG werden mit empirischen Methoden Zukunftspotentiale erschlossen und unterschiedliche Akteure einbezogen und vernetzt. Ziel ihrer künstlerischen Interventionen ist es, ein Problem- und Verantwortungsbewusstsein für Veränderungsprozesse zu entwickeln und zivilgesellschaftliches Handeln zu fördern. Die Videoinstallationen im Kontext des Kongresses sollen den Besuchern einen Einblick verschaffen in öffentliche Interventionen zum Thema nachhaltige Stadtentwicklung, Wahrnehmung von Veränderungen.

Martin Keil und Henrik Mayer arbeiten als REINIGUNGSGESELLSCHAFT in interdisziplinären Projekten, in welchen zeitgenössischer Kunst die Rolle zukommt, gesellschaftliche Entwicklungen zu reflektieren und neue Handlungsräume zu ihrer Gestaltung zu eröffnen. In einer Gesellschaft, welche sich zunehmend ihrer sozialen, ökonomischen und ökologischen Risiken bewusst wird, bieten sich Chancen für eine auf aktive Beteiligung ausgerichtete Kunst im öffentlichen Interesse. REINIGUNGSGESELLSCHAFT stellt sich dieser Aufgabe und spricht künstlerischer Praxis eine aktive Rolle bei der Gestaltung sozialen Wandels zu. Als bildende Künstler, die in ihren Projekten gesellschaftliche Abläufe thematisieren, greifen sie in öffentliche Räume ein und nutzen Methoden aus den Bereichen Organisationsentwicklung und qualitative Sozialforschung. RG thematisiert dynamische Entwicklungen urbaner Lebensräume. Dabei wird die Stadt als gesellschaftlicher Handlungsraum definiert und Formen der Selbstbestimmung und Teilhabe werden in den Mittelpunkt gestellt. In Projekten der RG werden mit empirischen Methoden Zukunftspotentiale erschlossen und unterschiedliche Akteure einbezogen und vernetzt. Ziel der künstlerischen Interventionen ist es, ein Problem- und Verantwortungsbewusstsein für Veränderungsprozesse zu entwickeln und zivilgesellschaftliches Handeln zu fördern.

Mit den Arbeiten Cow Demonstration (Zagreb – Croatia, 2009), Power the City (Berlin – Germany, 2011), Bus to the Future (Columbus – Ohio USA, 2012) und Urban Storylines (City of Vincent – Western Australia, 2012) gehen RG auf grundlegende Themen der Entwicklung von Städten und somit der Gesellschaft ein. Wachstum, Gentrifizierung und Verstädterung haben auf lange Sicht nicht nur positive Auswirkungen. Die in der Ausstellung „Einmal Stadt und zurück“ gezeigten partizipativen Interventionen gehen auf bekannte und doch oft von der Gesellschaft ignorierte Fragestellungen ein. Der Wunsch nach wirtschaftlichem Wachstum und moderner Lebensweise hat Städte zu schnell wachsenden, mutierenden und eigenständigen Materien transformiert, welche selten über nachhaltige und menschenbezogene Charakterzüge verfügen. Bei genauerer Betrachtung erkennt man, dass der Mensch vor der Herausforderung steht, ein Gemeinwesen zu entwickeln, welches sich seiner endlichen natürlichen Ressourcen bewusst ist. Die Einbeziehung der Ökosphäre wird das politische Handeln verändern. Auf Basis neuer kollektiver und gleichberechtigter Entscheidungsfindungen können nur ganzheitliche wirtschaftliche und ressourcenschonende Modelle einer nachhaltigen gesellschaftlichen Entwicklung den Weg ebnen.

Projekt im Rahmen des Winterthur Urban Forum zum Thema Stadt der Zukunft Auftraggeber: Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW ProjektpartnerInnen: Stadt Winterthur, Kirchen Winterthur, Theater Winterthur

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